Chronik

Wenn man die Geschichte der Schützengilde 1804 e.V. betrachtet, so kann man sie in 3 Abschnitte aufteilen:

von 1804 bis 1914
von 1929 bis 1939
von 1952 bis heute

In den letzten 110 Jahren des ersten Abschnittes beruhen fast alle Vorkommnisse auf mündliche Überlieferungen. Nur eine im Heimatmuseum von Datteln aufbewahrte Schützenfahne und Gedenkmedaillen anlässlich des Jubiläumsschützenfestes 1904 zeugen von der Gemeinsamkeiten der beiden Gilden Erkenschwick und Rapen.

Gründungsmitglieder
Gründungsmitglieder

Diese Gemeinsamkeit, welche über einen so langen Zeitraum bestand, fand ihre endgültige Trennung in den Neugründungen der beiden Gilden 1928 und 1929, nachdem die Gilde Erkenschwick am 21.September 1929 nochmals eine Aussprache zwecks Wiedervereinigung der Schützengilden Rapen und Erkenschwick im Vorstand beschlossen hatte, die aber nicht zum gewünschten Ziel führte.
Es wurde jedoch festgelegt, dass beide Gilden in Ihrem Vereinsnamen die Jahreszahl 1804 führen sowie die gleiche Schützenkette tragen können.

 

Wir feiern das 50jährige Jubiläum nach Wiederbegründung der Schützengilde Erkenschwick.

Und diese 50 Jahre von damals bis zum heutigen Tage begannen mit dem am 18.August  1929 gewählten Vorstand.

1. Vorsitzender: Heinrich Stegemann
2. Vorsitzender: Karl Heitfeld
1. Schriftführer: Heinrich Laarmann
2. Schriftführer: Jacob Kaiser
1. Kassierer: Hermann Kausch sen.
2. Kassierer: Karl Krämer
1. Beisitzer: August Terlau
2. Beisitzer: Anton Stellbrink
3. Beisitzer: Wilhelm Lassek
4. Beisitzer: Heinrich Heitkämper

Ein weiterer einstimmiger Beschluss war, bereits im Jahre 1930 ein Schützenfest auszurichten. Der ganze Versammlungsablauf war gekennzeichnet von der Begeisterung mit der diese Wiederauflebung des Schützenwesens begrüßt wurde.

In der Folgezeit fanden viele Versammlungen des engeren Vorstandes und des erweiterten Vorstandes statt. Sie alle befassten sich mit der Vorbereiten des Schützenfestes und einiger organisatorischer Maßnahmen.
So wurde unter anderem beschlossen:
– Zur wirtschaftlichen Fundierung hat jeder Schütze bis zum Schützenfest 6,- RM zu entrichten, die auch in Raten abgegolten werden können.
– Der monatliche Beitrag wird ab 1. November 1929 auf -,75 RM festgesetzt. Neuaufgenommene Mitglieder müssen diesen Betrag vom o.a. Zeitpunkt nachzahlen.

Die einzelnen Kompanien haben nach der Auslosung folgende Standlokale und einen festen Einzugsbereich:

  • 1.Kompanie: Böttcher: diese Kompanien umfassen alle Mitglieder
  • 2.Kompanie: Vatteroth: nördlich der Zechenbahnbrücke
  • 3.Kompanie: Hundrup: der Beitritt zu einer der Kompanien ist frei
  • 4.Kompanie: Kausch: südlich der Westerbachstr.
  • 5.Kompanie: Welter: südlich der Zechenbahnbrücke einschl. der Schultenstr.

Am 27.Oktober 1929, in der Versammlung bei Welter (bereits 125 Mitglieder), wurde als 1.Bataillons Kommandeur nach der Wiedergründung der Schützenkamerad Josef Köster, unter gleichzeitiger Anhebung zum Major, gewählt.

Der 19.Januar 1930 bescherte der Gilde zwei weitere, führende Offiziere.
Einstimmig gewählt wurden: Karl Müller zum General, August Denninghaus zum Oberst. An diesem Tage wurde auch die neue Satzung verlesen und angenommen.

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