Chronik IV

Der Schützengedanke als solcher jedoch war in den Herzen wach geblieben. Und doch dauerte es noch ca. 7 Jahre, hauptsächlich bedingt durch die Wirren der Nachkriegszeit, bis sich einige beherzte Männer fanden, die den Gedanken an das Schützenwesen wieder aus der Versenkung herausholten. Aus den alten Kompaniebereichen meldeten sich eine stattliche Anzahl von Kameraden, welche ihre Bereitwilligkeit zur Aufnahme in die Schützengilde bekundeten. Es war dann der 28. September 1952, welcher den 3. Abschnitt der Gilde einleitete.
An diesem Tage fand die konstituierende Versammlung im Saale Vatteroth statt. 60 Männer, alt und jung, waren erschienen, um den Grundstein für eine Gilde zu legen, welche noch heute zu den angesehensten Vereinen unserer Stadt zählt. Die erste offizielle Mitgliederversammlung wurde für den 18. Januar 1953, 10.00 Uhr in die Gast­stätte Kausch einberufen. Hier wurde von den anwesenden 72 Mitgliedern folgender Vorstand gewählt:

  • 1. Vorsitzender: Heinrich Stegemann
  • 1. Beisitzer: Wilhelm Lassek
  • 2. Vorsitzender: Hermann Kirchhoff
  • 2. Beisitzer: Heinrich Schmitz
  • 3. Vorsitzender: Wilhelm Bitting
  • Major: H. Hillig
  • Schriftführer: Wilhelm Engfer
  • Oberst: H. Kausch
  • Kassierer: Friedrich Neuhaus

In dieser Versammlung wurde auch der Termin für das erste Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg auf den 25., 26., 27. Juli 1953 festgelegt.
Auf diesem Fest wurde nach 16jähriger Regentschaft das Königspaar Heinrich I. und Toni I. durch das neue Königspaar Wilhelm I. (Vonnahme) — Cornelia I. (Klein) abgelöst. Diese 3 Festtage auf der „Beckerschen Wiese“, im Zentrum von Erkenschwick, war, wie alle nachfolgenden Schützenfeste, ein wirkliches Volksfest.
Die Vereinbarung mit den Nachbargilden Oer und Rapen, nur noch in jedem Jahr in einem Stadtteil, für die jeweilige Gilde in einem 3jährigen Turnus, ein Schützenfest zu feiern, hat sich bis heute bestens bewährt.
Zum Auftakt des 3. Schützenfestes nach der Neugründung wurde noch unter der Regentschaft von Gerhard I. am 4. Juli 1959 die 2. Fahne durch den Bürgermeister der Stadt, Willi Winter, geweiht, und der Fahnenkompanie (1. Kompanie) übergeben. Diese Fahne war auch handgemalt von dem Schützenkameraden Albert Kuffel, der ohne Arbeitslohn ein wahres Meisterstück vollbrachte.

Seit 1953 bis heute sind diejährlichen Generalversammlungen ein Spiegelbild des Lebens in der Gilde. Alle wichtigen Entscheidungen und Beschlüsse haben hier ihren Ursprung, z. B.: die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Recklinghausen, die Auf­nahme von Jugendlichen und von weiblichen Mitgliedern.

Die Schützen Ellen und Werner Sziegoleit, Werner Schmitt und Willi Czischewski sind Gründer der Freundschaft mit den Schützen aus Kufstein. Durch regelmäßige und gegenseitige treffen wurde diese Freundschaft gefestigt. Im Jahre 1961 erfolgte der 1. Offizielle Besuch der Sportschützenabteilung in Kufstein. Das 25 Jährige Jubiläum wurde dann im Jahre 1986 gemeinsam gefeiert.

Dazwischen feierten die Sportschützen im Jahr 1981 ihr 25 jähriges Bestehen.

In den 60iger und 70iger Jahren nahm die Mitgliedschaft der SG 1804 e.V. Erkenschwick einen positiven Verlauf.

Ein Ereignis war 1977 der Schießstandbau unterhalb der ehemaligen Stadthalle, dieser diente bis 1993 den Sportschützen und der Jugendabteilung als Domizil für ihre sportlichen Wettkämpfe.

Am 24. Und 25. August 1997 feierte die Schützengilde 1804 e.V. Erkenschwick unter ihrem Gildenführer Paul Nottebrock und dem Königspaar Klaus I Wolters und Doris I Finkendei ihr 50 jähriges Bestehen nach Wiedergründung.

Fritz Neuhaus wurde im 1982 zum Ehrenmitglied ernannt.

Paul Nottebrock der die Gilde von1975-1987 anführte verstarb am 21.05.1986.

zurück  weiter