Chronik III

Nach dem so erfolgreich verlaufenen Schützenfest und einem Erinnerungsfest am 26. Oktober 1930, wozu die regierenden Majestäten Hermann I. und Gerda I. eingeladen hatten, beschränkte sich das Gildeleben in den nächsten Jahren auf das Schießen.
Es wurden mehrere Preisschießen auf dem Stand der örtlichen Kriegerkameradschaft durchgeführt.
Nach der politischen Entwicklung im Jahre 1933 mußte sich auch die Gilde Erkenschwick der Gleichschaltung beugen und ihre Vorsitzenden durch die Parteiführung bestimmen lassen. Durch die Zechenstillegung war Erkenschwick zur ärmsten Gemeinde Preußens geworden, was auch das Vereinsleben der Gilde Erkenschwick stark beein­flußte.
Es dauerte bis zum Jahre 1936 als man den Entschluß faßte, im Jahre 1937 wieder ein Schützenfest durchzuführen. In den vorbereitenden Sitzungen und der Generalversammlung am 26. Juli 1936 wurde als Termin für das Schützenfest der 24. bis 26. Juli 1937 festgelegt.
Am 6. Juni und 4. Juli 1937 fanden die geplanten Bataillons-Ausmärsche statt, die zum Hofe Wember, Stimbergstraße, und zur Gastwirtschaft Hundrup führten. Über das Fest selbst wird in dem Protokollbuch der Gilde auszugsweise folgendes berichtet:

vorstand 1937Montag 04.08.1937
Schützenfest
Hofstaat – Schützengilde v. 1804 Erkenschwick
Mit König Hermann I (Kirchhoff) und Königin Gerda I (Kirchhoff)

Das neue Königspaar ließ es sich nicht nehmen, in Verbindung mit dem Festwirt zu einer glanzvollen Nachfeier am 13. Oktober 1937 in den Saal Welter einzuladen.
Mit der letzten im Protokollbuch festgehaltenen Vorstandssitzung am 10. April 1942 kam das Schützenleben vollends zum Erliegen.

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