Satzung

Abschnitt 1

§ 1 Name, Sitz und Farben

Der Verein trägt den Namen „Schützengilde 1804 e.V. Erkenschwick“ – nachfolgend Schützengilde genannt – und hat seinen Sitz in Oer-Erkenschwick. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr. Die Farben des Vereins sind Grün Weiß. Er ist beim Amtsgericht Recklinghausen im Vereinsregister unter der Nr. 0686 eingetragen. Die Schützengilde ist Mitglied des Westfälischen Schützenbundes 1861 e.V.

§ 2 Zweck und Gebiet

Die Schützengilde bezweckt den Zusammenschluss aller am Schützenwesen interessierten Einwohner der Stadt Oer-Erkenschwick zur Pflege des Schützenbrauchtums getreu dem Wahlspruch: Heimatliebe, Heimattreue und die Förderung des Schießsports. Die Schützengilde ist politisch und konfessionell neutral. Der 1. Vorsitzende muss Einwohner der Stadt Oer-Erkenschwick sein.

§ 3 Satzungszweck und Mittelbindung

Zweck des Vereins ist die Pflege des Schützenbrauchtums gemäß der Tradition des Schützenwesens. Der Satzungszweck wird verwirklicht, insbesondere durch:

  • Pflege des Schützenbrauchtums, getreu Ihrer Tradition.
  • Förderung des Schießsports nach den Richtlinien des Deutschen Schützenbundes DSB und des Westfälischen Schützenbundes WSB.
  • Jugendpflege zur Förderung des Nachwuchses.
  • die Pflege des Schießsports im allgemeinen und die Durchführung von schießsportlichen Wettkämpfen innerhalb und außerhalb des Vereins.
  • Förderung der Kultur des Schützenbrauchtums durch Sportwettkämpfe und Austausch mit Bruderschützenvereinen im In- und Ausland.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zwecke des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Gliederung (Änderung am 22.03.2003)

Die Schützengilde gliedert sich in Kompanien. Die Anzahl der Kompanien darf die Zahl fünf nicht überschreiten. Als zusätzliche Einheiten sind der Schützengilde angeschlossen:

a) Die Kapelle Bergwerk Haard e.V.
b) Das Tambour-Corps Seeadler Erkenschwick
c) Die Bogenschützenabteilung
d) Die Damenabteilung
e) Die Sportschützenabteilung

Nur die Mitglieder der Sportschützenabteilung vertreten die Gilde beim schiesssportlichen Vergleich des WSB und DSB auf allen Ebenen.
Die Mitglieder der Damenabteilung und der Sportschützenabteilung müssen Mitglied einer Kompanie oder einer Abteilung ( Buchstabe a,b,c) sein.

Abschnitt 2

§ 5 Mitgliedschaft

Jeder Einwohner der Stadt Oer-Erkenschwick, der im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte, kann Mitglied der Schützengilde werden. Die Aufnahme Auswärtiger ist möglich.

§ 6 Aufnahme

Die Aufnahme eines Mitgliedes in die jeweiligen Kompanien bzw. der in § 4 genannten zusätzlichen Einheiten erfolgt durch Mehrheitsbeschluss der aufnehmenden Einheit. Gegen einen ablehnenden Bescheid steht dem Antragsteller der Einspruch an den erweiterten Vorstand der Schützengilde zu.

§ 7 Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:

  • durch schriftlich erklärten Austritt.
  • Durch Ausschluss aufgrund eines Beschlusses der zugehörigen Einheit.
  • Wer mehr als drei Monate mit der Zahlung seiner Beiträge im Rückstand ist. Gegen den Ausschluss kann der Betroffene innerhalb von vier Wochen über den Gildenvorstand beim erweiterten Vorstand Einspruch einlegen. Der Betroffene muss belehrt werden. Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung.

Durch den Austritt oder Ausschluss werden alle bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Schützengilde nicht berührt.
Kein Mitglied hat Anspruch auf das Vereinsvermögen der Schützengilde. Beiträge, Spenden, Umlagen und ähnliche Leistungen werden im Falle des Ausscheidens nicht zurückerstattet.

§ 8 Rechte der Mitglieder

Die Mitglieder sind berechtigt:

  • an der Generalversammlung -ab 16 Jahren- mit Stimmrecht teilzunehmen.
  • die Wahrung der Vereinsinteressen durch die Schützengilde zu verlangen.
  • an den von der Schützengilde durchgeführten Veranstaltungen teilzunehmen.

§ 9 Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind verpflichtet:

  • die Satzung der Schützengilde und des WSB zu befolgen.
  • die festgesetzten Beiträge und Gebühren zu entrichten. Die Höhe des monatlichen Beitrages wird jeweils durch Beschluss in der Bataillonsgeneralversammlung festgesetzt.
  • treten der König, die Königin, der Prinzgemahl oder die Prinzessin von ihrem Amt zurück, so haben sie die durch ihren Rücktritt bis zum Ende ihrer Regentschaft entstehenden Kosten zu tragen.

Abschnitt 2

§ 10 Organe der Schützengilde

  • die Generalversammlung
  • der geschäftsführende Vorstand
  • der erweiterte Vorstand
  • die Jugendabteilung

§ 11 Generalversammlung

Die ordentliche Generalversammlung findet regelmäßig einmal im Jahr, und zwar im ersten Quartal des Jahres statt. Sie wird durch den Vorstand einberufen. Die Einberufung ist den Mitgliedern unter Bekanntgabe der Tagesordnung zehn Tage vorher schriftlich bekannt zu geben. Eine außerordentliche Generalversammlung ist einzuberufen, wenn

  • 25% der Mitglieder in einer namentlichen Liste durch eigenhändige Unterschrift es verlangen.
  • der geschäftsführende Vorstand eine solche Versammlung für erforderlich hält.

§ 12 Zuständigkeit und Beschlussfassung

Die Generalversammlung ist zuständig für:

  • die Wahl des geschäftsführenden Vorstandes und des erweiterten Vorstandes, sowie dessen Mitglieder nicht in den Kompanieversammlungen bzw. Einheiten unmittelbar gewählt werden. Beschlüsse der Kompanieversammlungen sind dem Vorstand der Generalversammlung bekannt zu geben.
  • die Entlastung des Vorstandes,
  • die Festsetzung des Monatsbeitrages,
  • die Wahl der Rechnungsprüfer,
  • die Bestätigung des Jugendleiters und seines Stellvertreters – wie in der vorausgegangenen Jugendversammlung durch Mehrheitsbeschluss gewählt,
  • die Beschlussfassung über Geschäfts- und Finanzordnungen,
  • die Auflösung der Schützengilde.

Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Beschlüsse, die eine Änderung der Satzung oder die Auflösung des Vereins zum Gegenstand haben, bedürfen der Dreiviertelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten. Die ordnungsgemäß einberufene Generalversammlung ist stets beschlussfähig.

§ 13 Leitung der Generalversammlung

Die Generalversammlungen werden vom 1.Vorsitzenden, dessen Stellvertreter oder von einem Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes geleitet.

§ 14 Der geschäftsführende Vorstand

Der geschäftsführende Vorstand ist zugleich Vorstand im Sinne des § 26 BGB und besteht aus:

  • dem 1. Vorsitzenden
  • dem 2. Vorsitzenden
  • dem Schatzmeister
  • dem Geschäftsführer
  • dem Oberst (nur Bestätigung)
  • dem Bataillonskommandeur (wird vom Vorstand berufen)
  • Je zwei Vorstandsmitglieder, unter denen sich stets der 1.Vorsitzende oder sein Stellvertreter befinden muss, vertreten die Schützengilde gerichtlich und außergerichtlich.

Der 1. Vorsitzende oder in Vertretung sein Stellvertreter berufen die Sitzung ein und leiten die Verhandlungen.

§ 15 Aufgaben des Vorstandes

Der 1. Vorsitzende und sein Stellvertreter haben die Geschäfte der Schützengilde entsprechend der Satzung und nach Maßgabe der gefassten Beschlüsse zu führen und die Geschäftsleitung aller Vereinsorgane, mit Ausnahme der Generalversammlung der Gilde zu überwachen.

Der Schatzmeister verwaltet verantwortlich das Vermögen der Schützengilde. Er hat der Generalversammlung über das Geschäftsjahr -gleich Kalenderjahr- eine Jahresrechnung vorzulegen.

Der Schriftführer fertigt über alle Versammlungen und Sitzungen Niederschriften an, die vom jeweiligen Verhandlungsleiter und ihm zu unterschreiben sind. Weiter führt er den laufenden Schriftverkehr.

§ 16 Der erweiterte Vorstand (Änderung am 22.03.2003)

Der erweiterte Vorstand besteht aus:

  • dem geschäftsführenden Vorstand
  • dem stellvertretenden Schatzmeister
  • dem stellvertretenden Geschäftsführer und Sozialwart
  • dem amtierenden König und dem Prinzgemahl (für die Dauer der Regentschaft)
  • dem Hofmarschall (wird vom Vorstand berufen)
  • dem Leiter der Sportschützenabteilung
  • den Führern der einzelnen Kompanien
  • den Zugführern des Musik- und Spielmannszuges und der Kapelle Bergwerk Haard e.V.
  • einer Vertreterin der schießsportlich interessierten Damen
  • den Adjutanten (Ernennung durch den Vorstand nach Vorschlag des Königs)
  • den Beisitzern (die letzten beiden Exkönige)
  • dem Pressewart
  • dem Archivar

§ 17 Aufgaben des erweiterten Vorstandes

Der erweiterte Vorstand legt die Tagesordnung für die Generalversammlung fest. Er be- schließt über zu erhebende Gebühren und Umlage und berät den Vorstand in allen wichtigen Entscheidungen.

§ 18 Jugendabteilung

Mitglieder der Jugendabteilung der Schützengilde 1804 e.V. Erkenschwick sind alle weiblichen und männlichen Jugendlichen sowie gewählte und berufene Mitglieder der Jugendabteilung.

Die Sportjugend der Schützengilde 1804 e.V. Erkenschwick führt und verwaltet sich im Rahmen der Vereinssatzung und der Vereinsjugendordnung. Sie verfügt über einen Vereinsjugendtag und einen Vereinsjugendausschuss.

Der Vereinsjugendausschuss erfüllt seine Aufgaben im Rahmen der Vereinssatzung sowie der Beschlüsse des Vereinsjugendtages. Der Vereinsjugendausschuss ist für seine Beschlüsse dem Vereinsjugendtag und dem Vorstand des Vereins verantwortlich.

Der Vereinsjugendausschuss ist zuständig für alle Jugendahngelegenheiten des Vereins. Er entscheidet über die Verwendung der der Jugendabteilung zufließenden Mittel.

Die Vereinsjugendordnung ist Bestandteil der Vereinssatzung.

§ 19 Sitzungstermine

Die Sitzungseinberufungen erfolgen durch den 1. Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter. Der 1. Vorsitzende oder sein Stellvertreter müssen eine Sitzung einberufen, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder es verlangen.

§ 20 Amtszeit

Nach dem ersten Wahljahr scheiden folgende Mitglieder aus:
1. Vorsitzender, der stellvertretende Schatzmeister, der erste Geschäftsführer, der Oberschützenmeister, der stellvertretende Jugendleiter.

Nach Ablauf des weiteren Jahres scheiden aus:
der stellvertretende Vorsitzende, der Schatzmeister, der stellvertretende Schriftführer, der stellvertretende Oberschützenmeister, der Jugendleiter.

Wiederwahlen sind zulässig, auch bei Abwesenheit des Wiedergewählten, wenn eine diesbezügliche Erklärung vorliegt.

Die Generalversammlung des jeweiligen Jahres, in dem ein Schützenfest veranstaltet wird, kann keine Neuwahlen des geschäftsführenden Vorstandes vornehmen, es sei denn, dass durch den Tod ein Mitglied dieses Organs ausscheidet und nach gewählt werden muss.

§ 21 Rechnungsprüfer

Die Rechnungsprüfer haben nach eigenem freien Ermessen die Jahresrechnung zu prüfen und der Generalversammlung einen Prüfungsbericht vorzulegen. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre mit der Maßgabe, das nach jedem Jahr ein Rechnungsprüfer ausscheidet. Eine Wiederwahl ist nicht zulässig.

§ 22 Ehrungen

Die Schützengilde kann als Anerkennung für besondere Verdienste und langjährige Mitgliedschaf Ehrungen aussprechen und Ehrennadeln verleihen und zwar Ehrennadeln in Silber, Gold, und Gold mit Edelsteinen, sowie die Ehrenmitgliedschaft auszusprechen.

In Silber an Mitglieder, die ununterbrochen 25 Jahre dem Verein angehören, in Gold an Mitglieder, die ununterbrochen 40 Jahre dem Verein angehören, in Gold mit Edelsteinen an Mitglieder, die ununterbrochen 50 Jahre dem Verein angehören. Die Verleihung beschließt der Vorstand. Die zu Ehrenden werden dem Vorstand von den Einheiten vorgeschlagen.

Ehrenmitglieder können Mitglied werden, die sich besondere Verdienste um die Förderung des Vereins erworben haben. Die Ehrenmitgliedschaft ist verbunden mit der Verleihung einer Urkunde. Die zu ehrenden werden dem Vorstand von den Einheiten vorgeschlagen.

Den Zeitpunkt der Verleihung beschließt der Vorstand.

§ 23 Auflösungsbestimmungen

Der Verein führt im Falle einer Auflösung oder Aufhebung oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes sein Vermögen nach Tilgung aller Verbindlichkeiten zu gleichen Teilen dem Verein für Heimatkunde und dem Stadtsportbund -beide Oer-Erkenschwick- zu, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden haben.
Ist eine Zuführung an die in Satz 1 genannten Begünstigten nicht möglich, so gilt folgendes:
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die zukünftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

§ 24 Inkrafttreten

Die geänderte Satzung wurde in der Generalversammlung vom 16. März 1996 angenommen und tritt am folgenden Werktag, dem 18. März 1996 in Kraft. Alle vorherigen Satzungen verlieren ihre Gültigkeit.

§ 25 Wirksamkeit

Sollte eine Bestimmung dieser Satzung unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen davon unberührt.

Oer-Erkenschwick, den 22.03.2003