Sportschützen Chronik

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DIE CHRONIK DER SPORTSCHÜTZEN

In der Generalversammlung unserer Gilde im Jahr 1955 wurde der Beschluss gefasst, zwecks Förderung des Schießsports eine Sportschützenabteilung , die sich aus den besten Schützen der Kompanien zusammensetzen sollte, aufzustellen. Mit dieser Aufgabe wurde der damalige Bataillonswart Willi Opitz betraut.

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Folgende Schützen gehörten dieser Gruppe an: Lothar Elsper, Harald Hagen, Willi Opitz, Willi Czischewski, Hubert Wiemer, Günter Warias, Clemens Neuhaus, Heinz Dilchert, Paul Paluch, , Herbert Dieckmann und Werner Sziegoleit.

Als Leiter und Trainer dieser Gruppe wurde Werner Sziegoleit gewählt, der die Parole ausgab, dass Training und nochmals Training Trumpf sein müsse. Nur so könnten sich Erfolge einstellen.

Mit zäher Beharrlichkeit wurden die ersten Erfolge erzielt und am Ende der Saison 1956/57 hatte die 1. Mannschaft mit W. Schmitt, H. Hagen, L. Elsper und W. Czischewski den Aufstieg in die 1.Kreisklasse erkämpft. Ungeschlagen wurde die Saison 1957/58 abgeschlossen und der Aufstieg in die Bezirksklasse erreicht. Gute Platzierungen bei den Kreis – und Bezirksmeisterschaften stellten sich ein. W.Schmitt wurde Kreismeister im Luftgewehrschießen mit 135 Ringen. B.Kelbch holte sich 1960 den Kreismeister im Luftgewehrschießen mit 140 Ringen.

Zwei Bezirksmeistertitel gab es für die heimische Gruppe mit W. Möller in der Einzelwertung und für die Mannschaft: W. Czischewski, W. Sziegoleit, H.T. Imenkamp und W. Möller.
Diese Erfolge brachten ein starkes Anwachsen der Gruppe mit sich.

Der Aufbau einer Jugendgruppe begann. Mit Jürgen Kruckow wurde ein Talent entdeckt, das sich die Erfolge bei Kreis – und Bezirksmeisterschaften sicherte. 1962 und 1963 wurde er Westfalenmeister und zum Lehrgang nach Wiesbaden eingeladen. In der Altersklasse der Gewehrschützen stand Heinrich Kruckow seinem Sohne nichts nach. Viele Erfolge und Meistertitel wurden von H. Kruckow erkämpft. 1962 wurde erstmals die Vormachtstellung der „Alten Gilde Recklinghausen“ gebrochen. Die heimische Mannschaft holte sich den Titel eines Kreismeisters im Luftgewehr mit der Mannschaft: W. Schmitt, J. Kruckow, B. Kelbch und H. Bartowsky. Auch in den anderen Waffenarten stellten sich die ersten Erfolge ein: Im KK 50m, Scheibengewehr 100m, Olympisch Match (60 Schuss liegend) und im Zimmerstutzenschießen. Die Breitenarbeit machte sich bemerkbar. Der erste große Pokalerfolg wurde in Hamm – Marl erzielt, wo sich die Spitzenmanschaften aus Westfalen ein Stelldichein gaben. Mit 555 Ringen siegte unsere Mannschaft mit: Werner Schmitt, Jürgen und Heinrich Kruckow und Heinz Bartowsky.

Das Jahr 1963 brachte den Aufstieg in die höchste Schützenklasse, die Landesliga. Dieser großartige Erfolg, der Sieg nach einer harten Rundenwettkampfsaison, wurde von den Schützen: W.Schmitt, B. Kelbch, J. Kruckow und H. Bartowsky erkämpft. Der zweite große Erfolg war die Erringung des Titels eines Bezirksmeisters mit der gleichen Mannschaft in Hamm. Die Jugendmannschaft mit G. Gröning, U. Andrzejewski, P. Jesse und L. Schmülling erzielten Erfolge bei den Kreismeisterschaften im Luftgewehr und KK 100m. Im Olympisch Match war erstmals Ellen Sziegoleit erfolgreich.

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Gleichzeitig wurde der Kreismeistertitel im Scheibengewehr 100m vor den Schützen der „Alten Gilde Recklinghausen“ erzielt. W.Schmitt, B. Kelbch, H. Bartowsky und W. Sziegoleit waren die erfolgreichen Schützen. Ellen Sziegoleit wurde bei den Bezirksmeisterschaften in Hamm 3. Siegerin in der Schützenklasse.

Die Jugend setzte sich auf der Bezirksebene durch und wurde im Kleinkaliber 50m und 100m Scheibengewehr Bezirksmeister. Großen Anteil an den Erfolgen hatte W. Sziegoleit, der auch gleichzeitig Kreisjugendwart geworden war. Die Erfolge wurden fortgesetzt mit den Pokalsiegen in Soest, Hamm – Marl, Herne und Westerholt. Die Jungschützen J. Kruckow, G. Gröning, U. Andrzejewsky und J. Darkow waren nicht zu schlagen und eilten von Erfolg zu Erfolg. Aber auch die Schützen standen der Jugend nicht viel nach und waren bei den Pokalschießen erfolgreich.

Die Siegerserie wurde in den Jahren 1964/65 fortgesetzt, zum Teil gab es noch Steigerungen. Für das Schießen KK 50 und KK 100m wurde der Schießstand Lünen in Lünen angemietet. Den Lüner Schützenkameraden sei an dieser Stelle dafür herzlichen Dank gesagt, dass der Stand uns auch noch heute zur Verfügung steht. Ohne die Nutzung des Schießstandes in Lünen wären all diese Erfolge nicht möglich gewesen. Bei den Kreis – und Bezirksmeisterschaften waren wiederum Erkenschwicker vorne. Werner Sziegoleit wurde Kreismeister mit dem Zimmerstutzen. Die Schützen, Werner Schmitt, Willi Czischewski und Alfred Darkow erkämpften sich die Mannschaftsmeisterschaft. Die Junioren, Jürgen Darkow, Jürgen Kruckow, Gerd Gröning und Uwe Andrzejewski setzten die Siegerserie fort.

Die Jugendmannschaft mit U. Rüping, P. Jesse, K. Wolters und H. Schäfers schlossen sich an. Joachim Pötsch wird Kreismeister mit der Luftpistole. Ellen Sziegoleit siegte im KK, Scheibengewehr 100m und Olympisch Match; bei den folgenden Bezirksmeisterschaften wurde Ellen Sziegoleit Meisterin im KK 50m. Erstmals erreichte eine Erkenschwicker Mannschaft im KK 50m die Teilnahme an der Landesmeisterschaft in Hagen. Mit von der Partie war Ellen Sziegoleit in der Damenklasse. Aber auch J. Pötsch war mit der Luftpistole dabei und wurde Landesmeister in der Altersklasse. Neben all den Erfolgen fiel auch ein Wehmutstropfen in den Freudenbrecher: die 1. Mannschaft stieg aus der Landesliga ab. Dieser Abstieg warf die Mannschaft nicht um sondern die Erfolge wurden bei den Rundenwettkämpfen und Meisterschaften fortgesetzt. Bei den Kreismeisterschaften gab es 1966 7 Einzeltitel, 3 mal 2. Platz und 4 mal 3. Platz. Bei den Bezirksmeisterschaften setzten Ellen Sziegoleit und Joachim Pötsch ihre Siegerserie fort und belegten die beiden 1. Plätze.

Das Jahr 1967 war das Jahr der Erfolge. Bei den Bundeswettkämpfen wurde die Mannschaft im Zimmerstutzen mit E. Sziegoleit, W. Schmitt, W. Czischewski und W. Sziegoleit 1. Sieger in Westfalen. Dem folgten die Mannschaten im Scheibengewehr 100m mit W. Schmitt, J. Kruckow, K.Kähning, W. Czischewski, die Junioren mit J. Darkow, K. Wolters und G. Gröning und die Damenmannschaft im KK 50m mit E. Sziegoleit, K. Schmitt und R. Herrmann.

Bei den Bezirksmeisterschaften gab es 11 mal den 1., 7 mal den 2. und 5 mal den 3. Platz. Bezirksmeister wurden Willi Czischewski, Werner Sziegoleit, Hans – Bernhard Mönig und Alfred Darkow sowie die Junioren Udo Rüping, Klaus Wolters, Friedhelm Brandau und Jürgen Darkow mit dem Zimmerstutzen. Heinz Bartowsky siegte im Olympischen Match mit 574 Ringen, eine großartige Leistung, Friedhelm Brandau bei den Junioren und mit den Teamkameraden Kurt Prätzas und Jürgen Darkow als Mannschafft. Zur Landesmeisterschafft fuhr die Mannschaft im Zimmerstufenschießen mit den Schützen Werner Schmitt, Friedhelm Brandau und Ellen Sziegoleit. Friedhelm Brandau und Ellen Sziegoleit erkämpften sich die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Mit Udo Rüping, Klaus Wolters, Friedhelm Brandau, Kurt Prätzas, Hans – Bernhard Mönig und Gabi Schniederjann, heute Frau Rüping, waren neue Talente aufgetreten, zu denen sich noch die Schützen Werner Czischewski, Erwin Prätzas, Karin Schmitt, Heike Hillig, die Gebrüder Franz – Josef und Rainer Filoda, sowie Ferdi und Georg Tensmann, Dieter Devinast, Karl Mrotzek, Erika und Karl – Heinz Stein und Gudrun Böwers gesellten. Sie alle sorgten im Laufe der Jahre für viele Erfolge. Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, sollten alle Sieger bei den Kreismeister – bzw. Bezirksmeisterschaften aufgeführt werden. Die Jugendarbeit wurde von Kurt Prätzas übernommen, der seine Arbeit hervorragend gemacht hat, leider aus beruflichen Gründen verzog. Sein Weggang hinterließ eine große Lücke.

Als besondere Auszeichnung wurden im Luftgewehrschießen in die Kreisauswahl berufen: Werner Schmitt, Ferdi Tensmann, Alfred Darkow, Ellen Sziegoleit und Gaby Schniederjann, im KK 50m: Werner Schmitt und Heinz Bartowski. Alle haben die Gilde Erkenschwick würdig vertreten. Besonders erfolgreich war die Damenmannschaft mit Heike Hillig, Gaby Schniederjann und Ellen Sziegoleit, die seit 1970 ungeschlagen Kreismeister ist und nur einmal der eigenen zweiten Mannschaft den Vortritt lassen mußte. Ihren größten Erfolg verbuchte die erste Damenmannschaft mit einem 3. Platz bei den Landesmeisterschaften. Sie wurde außerdem dreimal Bezirksmeister. Mit Erika Stein als vierte Schützin in der Mannschaft erkämpfte sie sich den Aufstieg über die 2. Und 1. Kreisklasse in die Bezirksklasse.

Verkleinerung der Scheibe, Anpassung an das Internationale Format sowie Anhebung der Disziplin „Luftgewehr“ auf 40 Schuss – alle anderen Wettbewerbe 30 Schuss – machte intensiveres Training erforderlich. Aber auch hierbei setzten sich unsere Schützen weiter durch. Der Weg zum Erfolg war jedoch schwerer geworden. Durch die intensive Ausbildung von Trainern, die von fast allen Vereinen genutzt wurde, hatten die anderen Vereine hinzugelernt. 1975 wurde die Mannschaft Georg und Ferdi Tensmann, Werner Schmitt und Franz – Josef Filoda erstmals Kreismeister im KK 50m International 120 Schuss. Im Scheibengewehr 100m siegten mit 1075 Ringen (Vereinsrekord) Ellen Sziegoleit (276 Ringe),    Franz – Josef Filoda (272 Ringe), Ferdi Tensmann (267 Ringe) und Heike Hillig (260 Ringe) und wurden damit Bezirksmeister.

Ebenfalls Bezirksmeister wurde die Altersmannschaft mit Werner Schmitt, Werner Sziegoleit und Alfred Darkow. Bei 60 Schuss liegend kam Rainer Filoda auf 582 Ringe und trug sich als Bezirksmeister ein. Bezirksmeister wurde auch Heike Hillig im Luftgewehr mit 364 Ringen. Ein weiteres Stück sportliches Geschehen wird in der Vereinsgeschichte der Schützengilde Erkenschwick geschrieben. Kreis – und Bezirkserfolge werden von der jungen Generation mit Franz-Josef Filoda, Rainer Filoda, Georg und Ferdi Tensmann errungen. Bei den erfolgreichen Damen kommen Heidi Rabe und die vielseitige Petra College groß heraus.

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Petra College  erwirbt die Lizenz eines Übungsleiters für sportliches Schießen. Aufgrund der guten Leistungen wird Petra College in die Landesauswahl berufen.

Aber auch die alten Herren, A.Darkow, Th.Eich, W.Schmitt, und Werner Sziegoleit mischten bei den Meisterschaften erfolgreich mit.

Die Jugend, die seit einem halben Jahr von Rainer Barchnitzki trainiert wird, weist mit J.Reher, U.Kelbsch, Th.Nilius, M.Skubis, P.Beste und Th.Hüser in den Rundenwettkämpfen und bei den Meisterschaften auf Kreis- und Bezirksebene die ersten ersten Erfolge aus.

M. Skubis erkämpft sich die Teilnahme an der Landesmeisterschaft im Luftgewehrschießen. Durch Fleiß und Training werden sich noch weitere Erfolge einstellen. Ein Grund mehr, hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen. Nachdem die Schützengruppe im Vereinshaus bei den freundlichen Wirtsleuten Leopold und Irmgard Löw zwei Jahrzehnte ihren Schießstand hatte, wurde 1977 der neue Schießstand in der Stadthalle im Beisein der Vertreter der Stadt Oer-Erkenschwick eingeweiht. Der Stadt Oer-Erkenschwick, Rat und Verwaltung, allen voran Herrn Bürgermeister Heinz Netta, sei an dieser Stelle noch einmal gedankt für die großzügige Unterstützung. Aber auch dem Ehepaar Löw wollen wir Dank und Annerkennung sagen für die in den zwanzig Jahren gewährte Möglichkeit, den Schießsport in ihren Räumen auszuüben.

Im Rahmen der großen Erfolge wollen wir aber auch das besondere Auftreten unserer Sportschützen bei großen Schießveranstaltungen nennen: Angefangen mit dem „Westfälischen Bundesschießen“ in Hagen 1958, dem das  „Andreas – Hofer – Schießen“ in Innsbruck 1959 folgte und 1961 das  „Westfälische Bundesschießen“ in Bielefeld. Hierbei war Werner Schmitt sehr Erfolgreich. Beim Deutschen Bundesschießen „100 Jahre Deutscher Schützenbund“ in München errang Heinz Bartowski den 12. Platz von 4500 Teilnehmern; weiter erfolgreich waren Werner Sziegoleit und Willi Czischewski. 

1963 in Innsbruck wurde Werner Schmitt beim „Österreichischen Bundesschießen“ Österreichischer Meisterschütze. Werner Sziegoleit belegte den 8. und Ellen Sziegoleit den  10. Platz. 1966 verteidigte Werner Schmitt in Innsbruck den Titel eines „Tiroler Meisterschützen“.
Erfolgreich waren auch hierbei wieder Ellen und Werner Sziegoleit. Das „Deutsche Bundesschießen“ in Hannover wies in der Siegerliste einen 3. Platz für Ellen Sziegoleit aus.